

Zeitzeugin berichtet über ihre Haft im STASI-Gefängnis Hoheneck
Es ist still im Raum 140 des PKG als Frau Breuer den 50 Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen über ihre Haft im Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR berichtet.
Dabei hatte Frau Breuer nur mehrere Ausreiseanträge gestellt um die DDR zu verlassen und in Westdeutschland leben zu können. Am 9.2.1984 klingelte es an ihrer Wohnungstür, vier Männer des Ministeriums für Staatssicherheit verschafften sich zutritt und verhafteten die völlig überraschte Mutter. Ihre 10jährige Tochter sollte sie fast 2 Jahre nicht wiedersehen. Diese wurde von den Großeltern versorgt, da auch der Ehemann inhaftiert wurde…
Die Zeitzeugin berichtet seit vielen Jahren in Schulen über ihre Erlebnisse in der DDR-Diktatur und bekam 2018 für ihre Zeitzeugen-Arbeit für eine Berliner Stiftung das Bundesverdienstkreuz durch den Bundespräsidenten überreicht.
Frau Breuer schließt ihren emotionalen Bericht mit einer eindringlichen Mahnung an die Jugendlichen: „Heute habt ihr den Unterschied zwischen einem Leben in Freiheit und einem Leben in einem Unrechtstaat hautnah erfahren können. Setzt euch ein für Demokratie, sie ist nicht selbstverständlich!“
Christoph Völmicke-Karrenberg
(Geschichtslehrer der 10a und 10c)





