

Am vergangenen Mittwochabend wurde im Kulturbahnhof Overath die beeindruckende Ausstellung „HÖLLE AUF ERDEN – DAS (ÜBER-) LEBEN IN AUSCHWITZ“ eröffnet. Diese Ausstellung entstand im Rahmen des Projektkurses “Gegen das Vergessen” der Stufe Q1 zum Thema Holocaust, unter der Leitung von Brigitta Wingen und David Hubert. Dass das Interesse an der Ausstellung groß war, zeigte sich an der riesigen Besuchergruppe, die den Kulturbahnhof vollständig ausfüllte, als sie den Eröffnungsworten der SchülerInnen folgte.
Die Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen hatten über ein Jahr lang zum Thema gearbeitet. Nachdem sie sich zunächst intensiv mit den allgemeinen geschichtlichen Hintergründen auseinandergesetzt hatten, fuhr der Kurs gemeinsam auf die Gedenkstättenfahrt nach Polen, wo sie die ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau besuchten. Geleitet von nachhaltigen Eindrücken dieser Fahrt, setzte sich nach der Fahrt jeder Schüler und jede Schülerin mit einer selbstgewählten Biographie eines Überlebenden von Auschwitz auseinander und jeder gestaltete neben einer umfangreichen Facharbeit auch einen Präsentationsstand und einen Vortrag für die Ausstellung. Zu den einzelnen präsentierten Schicksalen wurde ein individueller Ausstellungstisch gestaltet, der von berührenden Exponaten begleitet wurde – von Gemälden bis hin zu nachgebauten Barracken und Galgen. Jeder Tisch wurde liebevoll und respektvoll gestaltet, um die Würde der Opfer zu ehren. Ein jeder Schüler und jede Schülerin stand während des Abends am eigenen Tisch bereit und berichtete jedem interessierten Besucher individuell über die Auseinandersetzung mit den Einzelschicksalen aus den Biografien.
Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten, zu reflektieren und die individuelle Stärke derer zu würdigen, die so unvorstellbares Leid ertragen mussten. Bei den Vorträgen der SchülerInnen, war in ihren Gesichtern deutlich abzulesen, wie nah ihnen die Auseinandersetzung mit den Schicksalen ging und wie intensiv sie sich mit “ihrer” Person beschäftigt hatten. Als verbindendes Thema hatte der Kurs gemeinsam das Thema “Alltag in Auschwitz” gewählt. Wie unterschiedlich dieser Alltag war, und was für unterschiedliche Lebenswege die Überlebenden nach Ausschwitz eingeschlagen hatten, zeigten die einzelnen Ausstellungstische.
Es ist schön zu sehen, dass dieser Projektkurs bestand hat und von so vielen SchülerInnen mit echtem Interesse und Bereitschaft zum Eintauchen in dieses schwere Thema immer wieder angewählt wird. Der Kurs freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher, die sich von diesem wichtigen Projekt berühren lassen. Aufgrund des großen Interesses wird die Ausstellung zeitnah auch in der evangelischen Kirche in Wahlscheid zu sehen sein. Vielen Dank an Brigitta Wingen, die dieses Projekt über Jahre hinweg begleitet hat und noch weitere beeindruckende Ereignisse für die SchülerInnen plant. So wird in Kürze ein Zeitzeuge den Kurs besuchen und der erste Stolperstein wird in Overath verlegt werden. Vielen Dank für dieses großartige Engagement.
Eva Seebo (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am PKG)
David Hubert und Ralph Völler (Schulleitung)




















